Sprachliche und interkulturelle Bildung

„Für alle Menschen inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen sicherstellen.“

Vereinte Nationen, 2014

Dieses sogenannte vierte globale Nachhaltigkeitsziel der Vereinten Nationen ist die Grundlage der UNESCO Bildungsagenda 2030. Als UNESCO Projektschule engagieren wir uns für eine gerechte Bildungspolitik und sehen die Integration von neu zugewanderten Schülern und Schülerinnen als eine zentrale Aufgabe der Schulgemeinschaft.

Der Fachbereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ) bietet mit den sogenannten Deutsch-Intensivkursen und additiven Sprachfördermaßnahmen den Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit, systematisch und schullaufbahnbegleitend Sprachkompetenz zu erwerben. Der DaZ-Unterricht will nicht nur das sprachliche Lernen fördern, sondern auch die soziale und interkulturelle Handlungsfähigkeit der neu zugewanderten Schüler und Schülerinnen unterstützen.

Deutsch-Intensivkurse – Kooperation mit den Trierer Schulen

Das Angebot der Deutsch-Intensivkurse richtet sich an Schüler und Schülerinnen mit keinen oder geringen Deutschkenntnissen. An dieser Sprachförderung können auch Schüler und Schülerinnen anderer Trierer Gymnasien und Realschulen plus teilnehmen. Die Anmeldung erfolgt über die jeweilige Schule, Ansprechpartner am AVG ist der Koordinator für den Fachbereich DaZ Herr Kiefer.

Nach individueller Absprache erfolgt ein Aufnahmegespräch, das eine DaZ-Lehrkraft mit dem Schüler oder der Schülerin führt. Neben der Beurteilung der mündlichen Kommunikationsfähigkeit, wird zusätzlich durch ein standardisiertes Testverfahren auf den Niveaustufen A1, A2 und B1 der Sprachstand des Schülers oder der Schülerin ermittelt. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Aufnahme in den geeigneten Intensivkurs.

Organisation der Sprachförderung

Die klassen-, stufen- und schulübergreifende Deutsch-Intensivkurse werden meist in drei Niveaustufen angeboten, der Grundstufe I (A0-A1-A2), der Grundstufe II (A2-B1) und der Aufbaustufe (B1, Schwerpunkt Wortschatz und Schreiben). Die Differenzierung der Sprachkurse orientiert sich am Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER). Die Niveaustufen A1, A2 und B1 sind nicht ausschließlich einem Kurs zugeordnet, um auf das unterschiedliche Leistungsniveau der jeweiligen Gruppe bzw. der einzelnen Lerner und Lernerinnen eingehen zu können.

Die Kurse der Grundstufe I und II sind dreitägig (18 Wochenstunden), die Schüler/innen besuchen an den verbleibenden zwei Tagen den Unterricht ihrer Regelklasse am AVG bzw. an ihrer Stammschule. Der Kurs der Aufbaustufe findet an zwei Tagen (12 Wochenstunden) statt.

Rückmeldungen über den Leistungsstand, Sprachstand und das Arbeitsverhalten erfolgen in einer schriftlichen Beurteilung zum Halbjahr und zum Schuljahresende zum allgemeinen Zeugnistermin. Zusätzlich wird mit dem Verfahren 2P Potenzial und Perspektive gearbeitet, das auch fachliche und überfachliche Kompetenzen erfasst und speziell für Jugendliche mit keinen oder geringen Deutschkenntnissen entwickelt wurde.

Unsere Schule nimmt an dem Zertifizierungsprogramm des Deutschen Sprachdiploms der Stufe I (DSD I) teil, die Zielgruppe sind Schüler und Schülerinnen von etwa 14 bis 16 Jahren, die den B1 Kurs besuchen. Mit einem zusätzlichen Vorbereitungskurs bereiten wir interessierte Schüler und Schülerinnen auf den Erwerb des Sprachzertifikats vor und führen die mündlichen und schriftlichen Prüfungen an unserer Schule durch.

Die meist zweistündigen Kurse auf B2-Niveau bilden den Schwerpunkt der additiven Sprachförderung, sie werden individuell mit den Stundenplänen der Schüler und Schülerinnen abgestimmt und können somit nicht schulübergreifend angeboten werden.

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