Aus aller Welt

C’est quoi, „Wullebull“?

Erfahrungen aus dem Schuman-Austausch in Frankreich – ein Bericht von Nicklas Thielen, 8b

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Am 1. Februar 2026 brachen ich und einige andere Achtklässler des AVG auf in die verschiedensten Teile Frankreichs, Belgiens und Luxemburgs. Für mich ging es nach Vergaville, ein kleines, abgelegenes Dorf an der Mosel, zwischen Nancy und Metz.

Montags besuchte ich die Schule. Dort wurde ich herzlich empfangen. Die Schule ist viel größer als unsere. Die Häufigkeit der Vertretungsstunden war sehr ähnlich zu der in Trier. So wurde die ein oder andere Stunde auf dem Schulhof, in der Permanence oder im CDI verbracht.

Konkrete Unterschiede lassen sich zum Beispiel darin feststellen, dass wir bereits um 11 Uhr zu Mittag aßen, um dann bis um 13 Uhr die Pause auf dem Schulhof zu verbringen.

Auch befanden sich in jedem Raum ein Computer und ein Whiteboard. Die Handyordnung war genauso strikt umgesetzt wie am AVG.

Hausaufgaben mussten nach dem Schultag um 17 Uhr noch zuhause oder während der Permanence erledigt werden.

Die Tatsache, dass Überprüfungen in Frankreich noch nicht angekündigt werden müssen, machte sich ebenfalls sehr stark bemerkbar. So wurden Diktate geschrieben, aber auch mehrfach kürzere und länger andauernde Überprüfungen in den verschiedensten Fächern.

Dienstags hatte ich Schwimmkurs.

Da der Schultag mittwochs bereits um 11 Uhr endete, nutzten wir die Gelegenheit und besichtigten die Stadt Nancy. Auch hier ließ sich bemerken: Mit fehlenden Vokabeln wird es schwierig zu kommunizieren. So stand ich vor dem Rathaus ohne zu wissen, was es war.

Freitags und samstags besuchte ich auch Victors Musikunterricht.

Sonntags besichtigten wir Metz, wohlgemerkt „Mess“ ausgesprochen. Darauf legte meine Gastmutter sehr viel Wert.

Die zweite Woche verlief relativ unspektakulär. So gab es auch wieder einige Entfälle, Museumsbesuche, Musikunterricht – eigentlich genau wie in der ersten Woche.

Genauso herzlich wie ich in der Schule aufgenommen wurde, wurde ich dann auch wieder verabschiedet, sodass das Abschiednehmen dann umso schwerer fiel.

Sonntags holte mich mein Vater nach der doch recht schnell vergangenen Zeit ab, sodass noch ein Käse besorgt werden musste, da dieser viel besser ist als in Deutschland. Jenen haben wir dann aber doch vergessen mit nach Hause zu holen. 🙈

Dann kam der Gegenbesuch nach Deutschland, welcher sprachlich auch nicht deutlich leichter war, aber doch sehr ereignisreich. So mussten wir rätseln, was denn z.B. ein „Wullebull“ (Volleyball) sein könnte.

So kann ich nun sagen, dass das Schuman-Programm ein Austausch ist, den ich jedem einzelnen, der seine Französischkenntnisse aufbessern möchte, nur empfehlen kann, denn es war ein großer Spaß. Er war von viel Humor, neuen Freundschaften, lustigen Missverständnissen, einem nicht vorhandenen Deutschunterricht und noch einigem mehr geprägt.

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