Großer Erfolg für das Auguste Viktoria Gymnasium Trier: Beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen (Solo Plus) für die Oberstufe hat Julia Palica (MSS 12) einen hervorragenden 2. Platz auf Bundesebene erreicht.
Insgesamt hatten 470 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland am Wettbewerb teilgenommen. Für das viertägige Bundesfinale in Bielefeld qualifizierten sich schließlich 57 der besten Teilnehmenden, darunter Sophia Ludwig (MSS 11) und Julia Palica (MSS 12).
Die Finalistinnen traten in den Fremdsprachen Englisch und Französisch an und stellten ihr Können in einer Vielzahl anspruchsvoller Aufgaben unter Beweis. Dazu gehörten unter anderem das Verfassen von Essays, diverse Redebeiträge, ein Interview sowie die Produktion eines eigenen kurzen Podcasts. Die Aufgaben erforderten nicht nur exzellente Sprachkenntnisse, sondern auch Kreativität, Spontaneität und interkulturelle Kompetenz.
Während Sophia für ihr besonders gelungenes Wettbewerbsbeitrag Video „Building Bridges“ eine zusätzliche Ehrung erhielt, konnte Julia mit konstant herausragenden Leistungen im gesamten Wettbewerb einen bundesweiten 2. Platz erringen – ein außergewöhnlicher Erfolg angesichts der starken Konkurrenz aus allen Bundesländern.
Die Schulgemeinschaft des Auguste Viktoria Gymnasiums ist stolz auf diesen Erfolg, der das hohe Niveau der sprachlichen Ausbildung an der Schule unterstreicht. Der Wettbewerb zeigte einmal mehr, wie wichtig und motivierend es ist, Fremdsprachen nicht nur im Unterricht, sondern auch in kreativen und praxisnahen Formaten anzuwenden.
Herzliche Glückwünsche!
Ich hoffe wieder auf viele interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer im nächsten Jahr!
Schaut auf die Webseite des Wettbewerbs (https://www.bundeswettbewerb-fremdsprachen.de/) und meldet Euch bis 6. Oktober an!
Als kleine Motivation schildern Julia und Sophia ihre Eindrücke:
Wir, Julia Palica (MSS12) und Sophia Maria Ludwig (MSS11), haben das Finale des Bundesfremdsprachenwettbewerbes Solo+ 2025/2026 erreicht. Vom 19. bis 22. März 2026 durften wir mit den deutschen Top 57, von denen sich 52 über die Bundesjury und fünf über ein Publikums Voting qualifiziert hatten, am Finale in Bielefeld teilnehmen.
Dabei erzielten wir so viel mehr als rein sprachliche Erfolge: Wir hatten die Möglichkeit, zahlreiche sprachlich begeisterte Gleichgesinnte zu treffen. Aus diesen Begegnungen ergaben sich Freundschaften, die uns sicherlich noch lange begleiten werden. Des Weiteren durften wir mit unserer großartigen Gruppe Bielefeld erkunden und untereinander unsere Sprachen erproben.
Um das Gruppengefühl zu stärken, gab es direkt am Anreisetag einige Kennlernspiele. Nach einer Namensrunde kamen wir uns in Kleingruppen zusammen, um spannende Rätsel mit einem Bielefeld-Bezug zu bewältigen und in einem etwas skurrilen, aber sehr lustigen Spiel einen Turm aus Spaghetti und einem Marshmallow zu erbauen. Anschließend dokumentierten wir unsere Ziele und Wünsche auf einer Tafel mit Zetteln und ließen den Abend gemeinsam ausklingen.
Am folgenden Tag ging es mit dem eigentlichen Wettbewerb los. Nach einem leckeren Frühstück begann die erste Aufgabe: einen Text zum Thema «Identität in einer digitalisierten Welt» erstellen. Dazu wurde uns ein etwa 40-seitiger Reader in diversen Fremdsprachen zur Verfügung gestellt. Die Aufgabe bestand darin, einen Text mit 500 Wörtern zum genannten Thema in der ersten Wettbewerbssprache zu verfassen und jenen gekürzt in der zweiten Wettbewerbssprache wiederzugeben. Nach vier Stunden war der erste Wettbewerbs-Part geschafft, im Anschluss an die Mittagspause ging es auch schon mit der zweiten Challenge weiter: eine Podcast Aufgabe. Es galt, innerhalb einer Stunde, einen einminütigen Podcast zu einem Bestandteil des Readers zu erstellen und aufzunehmen. Nach dem Absolvieren von Aufgabe Nummer 2 durften wir Bielefeld erkunden. Dies wurde uns mit einer spannenden Stadtführung erleichtert, nach der wir uns noch in Gruppen zusammentaten, um durch die Altstadt zu ziehen. Der Abend des ersten Tages wurde mit einer tollen Werwolf Runde beendet.
Am zweiten Tag standen eine bilinguale Escaperoom -Aufgabe sowie ein Interview mit Sprachjuror*innen der Bundesjury an.
Zwischen diesen intensiven Tasks wurden zwei lehrreiche und eindrucksvolle Workshops angeboten: deutsche Gebärdensprache sowie ein Schlagfertigkeits-Workshop.
Am letzten Abend genossen wir alle das inzwischen fast schon familiäre Beisammensein, tauschten Kontaktdaten und Anekdoten der vergangenen Tage aus und verbrachten bis tief in die Nacht eine großartige gemeinsame Zeit.
Am Tag des Finales herrschte eine gespannte Stimmung. Um uns gegenseitig gut in Erinnerung zu behalten, unterschrieben wir in den Büchern der anderen Kandidatinnen und Kandidaten und machten uns schließlich gemeinsam auf den Weg in die Kunsthalle Bielefeld, den Ort der Preisverleihung.
Nachdem wir alle als «Top 50 der Bundesrepublik» in unseren Sprachen ausgezeichnet worden waren, wurde mir (Sophia) die große Ehre zuteil, vor der Bundesjury, der Vertreterin der Studienstiftung und allen anderen Besucher*innen der Kunsthalle mein Video zum Thema «Building Bridges» vorzustellen, welches anschließend in einer Podiumsdiskussion, bei der ich ebenfalls interviewt wurde, ausgezeichnet wurde.
Im Verlauf der anschließenden Preisverleihung erzielte Julia mit einem zweiten Platz einen großartigen Erfolg.
Nach der fantastischen Zeit, die wir miteinander verbringen durften, kam leider auch der Moment des Abschiedes. Aber jene von uns, die im nächsten Jahr erneut teilnehmen werden, hoffen bereits darauf, sich beim Finale 2027 wiederzusehen! Im Finale hatten wir die Chance bundeweit neue Kontakte zu knüpfen und uns mit anderen Jugendlichen mit ähnlichen Interessen auszutauschen. Wir mussten lernen über Sprachbarrieren hinaus zu kommunizieren, eigene Gedanken zu formulieren und unsere Sichtweise auf globale Probleme nicht nur in anderen Sprachen, sondern auch noch präzise und verständlich darzulegen. Neue Aufgaben kamen auf uns zu, denen wir uns ohne Vorbereitung stellen mussten. Doch am Ende war die eigentliche Herausforderung eigenständig zu denken und durch seine Authentizität die Juroren zu überzeugen.
Durch verschiedene Sprachkombinationen und vielfältige Themen gibt es keine richtigen Antworten, die am Ende eine Endnote bestimmen. Das Finale war eine Herausforderung, bei der wir beweisen mussten ob wir Sprachen dafür nutzen können, für was sie schließlich da sind: Ein konstruktives Miteinander, in dem man nicht nur eigene Ideen und Gedanken teilt, sondern auch anderen zuhört.
Das Finale bot uns eine einzigartige Erfahrung, nicht nur aufgrund der Auszeichnung, sondern vielmehr dadurch, dass man mit anderen interessierten Menschen in Kontakt kommt und seine Horizonte maßgeblich ausweiten kann.
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