Was hat Demokratie eigentlich mit unserem Alltag zu tun? Ziemlich viel – und genau darum ging es beim Demokratietag der 8. Klassen am AVG. Statt normalem Unterricht stand am 27. Januar ein Thema im Mittelpunkt: unsere Werte und wie wir sie im Schulalltag leben können. Begleitet wurden die Klassen dabei von Frau Alina Werner sowie Herrn Altmaier, Herrn Metzger, Herrn König und Herrn Thees.
Zum Einstieg sammelten die Schülerinnen und Schüler, was eine Demokratie überhaupt ausmacht. Schnell wurde klar: Dinge wie Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und die Gewaltenteilung sind keine Selbstverständlichkeiten, sondern wichtige Grundpfeiler unseres Zusammenlebens. Im Gespräch ging es auch darum, warum diese Rechte im Grundgesetz fest verankert sind und welche historischen Erfahrungen – besonders aus der Zeit des Nationalsozialismus – dahinterstehen.
Danach wurde es konkreter: Die Klassen beschäftigten sich mit Gefahren für demokratische Gesellschaften. Rassismus und die Ausgrenzung von Minderheiten wurden offen diskutiert. Viele stellten fest, dass solche Probleme nicht nur in den Nachrichten vorkommen, sondern auch im eigenen Umfeld eine Rolle spielen können. Demokratie bedeutet eben nicht nur wählen zu gehen, sondern auch respektvoll miteinander umzugehen.
Besonders eindrücklich war der letzte Teil des Tages. Anhand eines echten Beispiels aus einem Klassenchat wurde gezeigt, wie schnell soziale Medien zum Ort von rassistischen und antisemitischen Beleidigungen werden können. Gemeinsam überlegten die Schülerinnen und Schüler, wie man in solchen Situationen reagieren sollte. Die meisten waren überrascht und schockiert, wie extrem manche Nachrichten sein können. Gleichzeitig wurde deutlich: Schon kleine Reaktionen – widersprechen, melden oder Betroffene unterstützen – sind ein wichtiger Beitrag. Zivilcourage beginnt im Alltag.
Der Demokratietag hat gezeigt: Demokratie ist nichts Abstraktes. Sie lebt davon, dass wir sie jeden Tag mitgestalten.




















