Aus-gezeichnet

Sportabzeichens in der Orientierungsstufe

Zum Konzept und zur Anwendung des Tischtennis

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Zu allen Zeiten war das Spiel ein wichtiges Element der Freizeitgestaltung der Menschen. Es
gibt viele Beweggründe, Tischtennis in der Schule anzubieten und zu spielen: Geselligkeit,
Körpererkundung, Spaß, Fitness usw. „Alternative Wettspiele“ sind nicht nur auf die
Sinnperspektive „Leistung“ gerichtet, sondern tragen vielfältigsten Bedürfnissen Rechnung.
Deshalb kommt ihnen im Schulsport eine große Bedeutung zu.
Nach der Coronazeit, die viele Jugendliche sowie koordinativ als auch psychisch-charakterlich
geprägt hat, wollte ich den Schüler der 5. Klasse am Ende des Schuljahres etwas Spannendes
und doch Lernreiches im Bereich des Spiels in Form eines kurzen Projektes anbieten. Ich bin
beim Lesen der Literatur zum Thema Tischtennis auf das Tischtennis – Sportabzeichen gestoßen
und dachte mir, dass die Schüler viel Freude damit haben werden, da sie einerseits etwas mit
Tischtennisschläger und dem Ball gestalten können, um besser bzw. kreativ zu werden,
andererseits sie für ihre Bemühungen beim Üben in der Schule als auch zuhause Anerkennung
bekommen, da sie bei der Prüfung durch die zu erreichenden Sterne eine Urkunde
entgegennehmen dürfen.
Außerdem wollte ich den Schülern, um handlungsorientierter, freier und selbstständiger
miteinander arbeiten zu können, didaktisch als auch methodisch nach Kurz („Sinnperspektiven
und pädagogischen Chancen im Tischtennisunterricht“) bzw. nach Dr. Horsch („Öffnung des
Sportunterrichts im Tischtennis“) anhand des Salutogenesemodells mehr Bedeutung schenken.
Im koordinativen Bereich ging es in diesem Projekt nicht um eine perfekte Technik, sondern
vor allem um die Auge-Hand-Koordination bzw. um die Verbesserung der
Differenzierungsfähigkeit, der Antizipationsfähigkeit und Beweglichkeit (z.B.
Muskelentspannungsfähigkeit).
Besonders sollte die Qualität der Erregungsregulation, wie Konzentration, Spannungszustände
kontrollieren, gestärkt werden, aber auch eine hohe Ausprägung kognitiver Fähigkeiten, wie
Infoaufnahme, indem man ein Arbeitsblatt bearbeiten und die Übungen präsentieren bzw.
erklären musste, Lesekompetenz (Erfassen des Textes, Verständnis von Bildern im Sport,
Notizen erstellen bzw. die Zahlen in die Tabelle eintragen), Infoverarbeitung und Anwendung
in der Gruppe beim Üben gehörte zu meinen Intentionen . Außerdem war mir sehr wichtig, die
Fähigkeiten zur Gefühlsregulation zu stärken, wie z.B. Affektausbrüche zu verhindern oder
Zweifel zu beseitigen.

Resümee
In dieser Unterrichtsreihe ist es mir sowie didaktisch als auch methodisch, laut der gelesenen
Literatur, gelungen, die Schüler zum Erwerb des Tischtennis – Sportabzeichens zu motivieren
und ein erlebnisreiches Projekt mit anschließendem Lächeln auf dem Gesicht am Ende des
Schuljahres in der 5. Klasse, abzuschließen (siehe Foto).
Da ich an der Schule im Moselstadion eine AG „Deutsches Sportabzeichen“ anbiete, könnte
man ab dem kommenden Schuljahr in der Spalte „Koordination“ (steht dem Prüfer seit 2023 in
digitaler Form zur Verfügung) das Tischtennis-Abzeichen anstelle von oder ergänzend zum
Hoch- oder Weitsprung, Seilspringen, Schleuderball, anbieten, das auch draußen durchgeführt
werden könnte.

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