Erstes gemeinsames Schulfest nach vielen Jahren mit Singen, Tanzen, Musizieren und viel sozialem Engagement

Am 8. Juli fand am Auguste-Viktoria-Gymnasium der Schnuppernachmittag für die künftigen Fünftklässler, gefolgt von einem großen Schulfest statt. Der Schulelternbeirat (SEB) hatte dieses Fest initiiert und organisiert und wurde dabei von vielen Eltern, Lehrern und Schülern tatkräftig unterstützt.

Um kurz vor fünf Uhr intonierten zum Auftakt die Nachwuchsblechbläser unter Leitung von Frau Spies-Werle die festliche Intrada. Im Anschluss eröffneten Schulleiter Timo Breitbach zusammen mit dem Vorsitzenden des Schulelternbeirats (SEB), Harry Schitthof, vor mehreren hundert Schülern, Lehrern und Eltern offiziell das Schulfest. Bedingt durch die Corona-Pandemie war dies das erste große Schulfest seit nunmehr sechs Jahren.

Nach zwei a cappella-Beiträgen der Klasse 6b, einstudiert von Frau Brigitte Gabriel, folgte ein erster Höhepunkt des Nachmittags: die offizielle Verleihung des Titels Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage, für den sich die gesamte Schulgemeinschaft des AVG mit beeindruckender Mehrheit im Vorfeld ausgesprochen hatte. Die Initiative zu dieser Bewerbung wurde von Matilda Vasa (Klasse 11) und Tim Tiedemann (Klasse 11) angestoßen, die auf der Bühne in einem flammenden Vortrag für die Ideen des Projekts warben. Offiziell wurde der Titel schließlich von Dr. Albrecht Gill von der Landeszentrale für Politische Bildung (LpB) Mainz in Form einer Urkunde und eines Schildes mit dem Logo der Initiative an den Schulleiter und die beiden Initiatoren verliehen. Was hätte diesen Festakt würdiger beschließen können als Schillers „Ode an die Freude“, vertont von Ludwig van Beethoven, musiziert von den Blechbläsern und gesungen von der gesamten versammelten Schulgemeinschaft? Gemeinsames Singen ohne Maske und Abstand, wann gab es das zum letzten Mal!

Im Anschluss gab die Theater-AG unter Leitung von Deutschlehrerin Cordula Kathöfer mit zwei Szenen einen vielversprechenden Einblick in ihr neustes Stück Troja – Eine moderne Tragikomödie über den Trojanischen Krieg, die am folgenden Montag (11. Juli 2022) Premiere feierte.

Die Schülerfirma TeKap, von Schülern der Arbeitsgemeinschaft SoWi (Sozialkunde und Wirtschaft) unter der Leitung von Sozialkundelehrer Andreas Lohr gegründet, konnte mit dem Verkauf von selbst designten AVG-College-Jacken einen Gewinn von eintausend Euro erwirtschaften. Diesen stattlichen Betrag übergaben die beiden Vorstandsvorsitzendenden der Firma, Oliver Jansen und Tim Tiedemann (beide Klasse 11) als Spende an die Villa Kunterbunt in Trier. Die in dem Nachsorgezentrum für schwerstkranke Kinder arbeitende Psychologin, Frau Silke Krieger, nahm die Spende dankend entgegen. Ein herzliches Dankeschön noch einmal an alle, die durch den Kauf von Förderurkunden und College-Jacken TeKap – und damit auch den guten Zweck – unterstützt haben!

Der weitere Verlauf des Abends stand ganz im Zeichen der Musik. Zunächst spielte die Big Band des AVG unter Leitung von Georg Böse und heizte mit Titeln wie Smoke on the waterStairway to heaven oder Born to be wild die Stimmung an. Darauf folgte die Schülerband „Abstellgleis“ und spielte vor dem begeisterten Publikum eine Auswahl ihres Repertoires.

Die letzten beiden Stunden bis zum Ende des Schulfestes standen unter der Überschrift „AVG bewegt“ im Zeichen von „Four-to-the-Floor-Beats“, abgefeuert von DJ F:Low, alias Jan Mager, seines Zeichens Mathematik- und Physiklehrer, dem zur Seite Layla Ewaiwi, ihres Zeichens Sport- und Biologielehrerin, quasi als „Master of Ceremonies“ stand und sowohl der Menge als auch den Schülerinnen und Schülern, die auf drei Bühnen im Stile eines Flashmobs eine mitunter akrobatische Choreographie einstudiert hatten, kräftig einheizte.

Wer die durch den Verzehr von köstlichem selbstgebackenem Kuchen, Waffeln und Grillgut angesammelten Kalorien wieder abarbeiten wollte, hatte dafür in der Sporthalle bei verschiedenen sportlichen Aktivitäten die Gelegenheit: mit einem Fußballturnier Schüler-Eltern-Lehrer (1:1, 4:1), Badminton oder Volleyball sollte es für jeden etwas passendes gegeben haben. Dank an Herrn Michael Marxen für die Organisation der Fitness-Angebote!

Besondere Dank gilt unserem Schulelternbeirat, der das Fest in Eigenregie geplant hat sowie den vielen Eltern, Kollegen, Musikern, Tänzern, Schauspielern und allen, die mit ihrem Engagement das Fest zu dem gemacht haben, was es war. Auch dem Max-Plank-Gymnasium, mit dem das AVG den gemeinsamen Schulhof teilt, sei gedankt für die unkomplizierte Bereitstellung der Bühnenelemente.

Nach 22 Uhr endete dieser bunte Tag schließlich. Es war den Beteiligten anzumerken, wie sehr das gemeinsame Singen und Musizieren ohne Masken und Abstände, das Tanzen und Spielen, das ungezwungene Beisammensein gefehlt hatte. So sagte der ein wenig erschöpfte aber hoch zufriedene Vorsitzende des SEB, Harry Schitthof, denn auch am Ende des Festes in Erwartung der nun folgenden Aufräumarbeiten, dass trotz des gewaltigen organisatorischen Aufwandes „jede Minute an Arbeit gelohnt habe“, da endlich wieder einmal kräftig gefeiert werden konnte und so das soziale Miteinander gestärkt wurde. Hoffen wir, dass dies bald wieder geschehen wird!

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