Auguste-Viktoria-Gymnasium Trier

Die Schülerinnen und Schüler des evangelischen Religionskurses der 6. Jahrgangstufe nutzen den letzten regulären Schultag, um die Synagoge in der Südallee zu besuchen und damit für eine Stunde in eine andere Religion zu tauchen.

Die Schülergruppe erhielt Einblicke in die praktischen Konsequenzen der für uns seltsam anmutenden jüdischen Speisevorschriften: eine Küche mit zwei Handbecken, zwei Geschirrspülmaschinen, penibel voneinander getrennte Teller und Besteckteile, einmal für Milch und einmal für Fleisch.

Außerdem erfuhren die die Schülerinnen und Schüler, wie aktiv und offen die jüdische Gemeinde in Trier ist. Während der Herrschaft der Nationalsozialisten wurde die Zahl der Gemeindemitglieder von 600 auf 200 dezimiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen nur 15 Menschen wieder zurück nach Trier. Heute bekennen sich über 400 Menschen zum jüdischen Glauben.

Am Ende der Führung durfte der Kurs den Innenraum der Synagoge betreten – die Jungen trugen selbstverständlich eine Kippa. Endlich konnten die beeindruckenden Thorarollen, von denen die Schülerinnen und Schüler schon im Unterricht so viel gehört hatten, in echt betrachtet werden.

Ein großes Dankeschön an Herrn Szemere, der sich die Zeit genommen hat, alle Fragen der Kinder geduldig zu beantworten.

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Von Wencke Schulenberg

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