|
Die Gründung des Schulvereins „Indienpartnerschaft des AugusteViktoriaGymnasiums für eine nachhaltige Ent-wicklung e.V.“ Bei unserem fünftägigen Besuch der Dörfer in der Region Mangalapuram wurde schnell deutlich, dass hier nicht nur eine, sondern eigentlich viele, neue Schulen benötigt würden. Vielfach findet der Unterricht bislang bei gutem Wetter unter einem Schatten spendenden Baum statt, die alten Schulgebäude sind baufällig oder zu klein oder fehlen ganz. In der Reisegruppe entstand eine lebhafte Diskussion über den Sinn und die Aufgabenstellung einer unesco-projekt-schule, über die Definition von nachhaltiger Entwicklung im Sinne der Agenda 21 und in diesem Zusammenhang auch über den Aspekt, vielleicht auch die moralische Verpflichtung des solidarischen Teilens in der „einen Welt“.he Entwicklungsprojekt in der Region Mangalapuram zu fördern.
Während der gleichen Reise besuchten wir das 1000 km entfernte Cowdalli, in dem zwei Jahre zuvor eine neue Schule mit der Hilfe des Auguste-Viktoria-Gymnasiums fertig gestellt worden war. Wir wollten sehen, was aus der Schule geworden ist, was noch fehlt und ob wir weiterhelfen können. Wir waren darüber besorgt, dass in einem für indische Verhältnisse großen und funktionalen Gebäude mit acht Räumen nur 165 Kinder und drei Lehrer waren. Father James, der Pfarrer der Gemeinde erklärte uns, dass nur ein Lehrer vom Staat bezahlt wird, und zwei weitere mit 1050 Rs von der Diözese in Mysore, das entspricht ca. 20 Euro und sei auch in Indien zu wenig, dauerhaft Lehrer an der Schule halten zu können. Außerdem gab es keine Mittel für die Ausgabe einer Schulspeise, in Indien eine wichtige Voraussetzung, damit Kinder aus armen Familien überhaupt die Schule besuchen können.
Könnte man mit Hilfe der Organisation von Patenschaften Schulspeise bereitstellen, Schulbücher, Hefte und Stifte besorgen und auch die notwendigen Lehrer anwerben und unterstützen? Unsere erste Berechnung ergab, dass wenn jede AVG-Schülerin und jeder AVG-Schüler eine monatliche Patenschaft von 2,50 DM übernähme, dann in Cowdalli über 300 Kindern der Schulbesuch ermöglicht werden könnte. |